Vier Italienische Sprüche zum Thema Glück

Heute berichten wir über vier italienische Sprüche zum Thema Glück. Wenn Sie Italienisch lernen, dann sollten Sie sie unbedingt kennen. Lesen Sie dann bitte weiter 🙂

Ein Wolf, ein Wal, ein Igel und eine Ameise gehen in eine Bar

Was haben ein Wolf, ein Wal, ein Igel und eine Ameise gemein? Auf den ersten Blick nichts, außer dass sie alle Tiere sind. Aber dass sie ihre Pfoten, Flossen und Beinchen im Spiel haben, wenn es um das Glück geht, weiß vielleicht nicht jeder.

Glück und Pech ist etwas sehr Kulturspezifisches.

Es gibt nämlich viele interessante italienische Sprüche zum Thema Glück.

Die Daumen drücken, Hals und Beinbruch wünschen oder auf Holz klopfen verhilft einem vielleicht im deutschsprachigen Raum zu einer guten Note bei der Prüfung, zu einer Gehaltserhöhung oder zu einem Soufflé, das nicht zusammenfällt.

Wenn Sie aber beim Urlaub in (vor allem Süd-)Italien wollen, dass die Autos in ihrer eigenen Spur bleiben oder – eigentlich – überhaupt ersichtlich ist, wo die Spuren sind, oder während dem Erasmussemester wollen, dass der Unterricht pünktlich (und nicht mit einer akademischen Viertelstunde Verspätung) beginnt, dann werden diese Ausdrücke möglicherweise nicht zum gewünschten Ziel führen.

Was also tun, wenn man auch einmal in Italien Glück haben oder anderen Menschen Glück wünschen möchte?

Italienische Sprüche zum Thema Glück: unsere Nummer Eins

Als Hauptzutat nehme man einen Wolf. Italiener wünschen nämlich Glück, indem sie einen ins Maul des Wolfs schicken: „In bocca al lupo!“

Aber Achtung: Die Prise Glück wirkt nur, wenn man nicht mit „Grazie!“, sondern mit „Crepi!“ – er soll verrecken – antwortet.

Das Maul eines Wolfs ist nämlich nicht unbedingt der sicherste Ort auf der Welt.

“In bocca al lupo!” – “Crepi!”

Italienische Sprüche zum Thema Glück: unsere Nummer Zwei

Dieses Aussage-Antwort-Spiel führt sich auch mit den anderen Tieren fort. Nicht unbedingt für die Konversation beim Mittagessen geeignet vielleicht – weil nicht sehr appetitlich – ist das italienische „In culo alla balena!“ – in den Arsch des Wals. Auch hier gibt es natürlich die passende Antwort: „Speriamo che non caghi!“ – hoffen wir, dass er nicht kackt. Das mag sehr befremdlich erscheinen, wenn es um Glück geht, hat aber eine logische Erklärung, wenn man das „culo“ eher als „Bauch“ interpretiert.

Dafür müssen wir zur biblischen Geschichte mit Jona und dem Wal zurückgehen. Jona wird von einem Schiff ins schäumende Meer geworfen und von einem Wal verschluckt, was ihn vor der stürmischen See schützt. Daher wahrscheinlich auch die Antwort, da es sicherer ist, im Inneren des Wals zu bleiben, als im Meer zu sein und Gefahr zu laufen zu ertrinken.

“In culo alla balena!” – “Speriamo che non caghi!”

Dritter italienischer Spruch

Eine etwas seltener gebrauchte Wendung beinhaltet einen Igel und hier ist es, denke ich, offensichtlich, inwiefern der einem Menschen unangenehm werden kann, wenn man an seine Stacheln denkt. Der italienische Ausdruck wäre: „In groppa al riccio!“, also auf den Buckel des Igels – sicher nicht die bequemste Sitzgelegenheit, die man sich vorstellen kann. Daher auch die folgenden Antwortmöglichkeiten: „Speriamo che non punga!“ – hoffen wir, dass er nicht sticht – „Speriamo dorma a pancia in su!“ – hoffen wir, dass er mit dem Bauch nach oben schläft – oder auch „Mutande di ghisa!“ – gusseiserne Unterhose. Ob es man es mit so einer Art Unterwäsche bequem hat, ist fraglich, aber zumindest ist man sicher vor den Stacheln des Igels geschützt.

“In groppa al riccio!” – “Speriamo che non punga!” / “Speriamo dorma a pancia in su!” / “Mutande di ghisa!”

Vierter italienischer Spruch

Selten aber doch hört man dann auch den Ausdruck: „Tra le tette della formica“ – zwischen den Titten der Ameise. Die passende Antwort in diesem Fall: „Speriamo che non mi schiacci!“ – hoffen wir, dass sie mich nicht zerdrückt. Üblicherweise ist es wohl eher die Ameise, die hofft, nicht zerdrückt zu werden, aber nachdem sie bis zum 100-fachen des eigenen Gewichts tragen kann, sollte man doch auch einen gesunden Respekt vor ihrer Kraft haben.

“Tra le tette della formica!” – “Speriamo che non mi schiacci!”

Das waren unsere vier italienische Sprüche zum Thema Glück. Kennen Sie weitere italienische Sprüche zu diesem oder einem anderem Thema? Dann kommentieren Sie bitte diesen Beitrag und lassen Sie uns wissen!

So ungewöhnlich die Art und Weise ist, wie Italiener Glück wünschen, so wird sie hoffentlich doch funktionieren. Probieren Sie es einfach das nächste Mal, wenn Sie in Italien sind, aus und überzeugen Sie sich selbst davon, ob Ihr Gegenüber dann tatsächlich im Lotto gewinnt. Vielleicht gibt er oder sie Ihnen ja etwas vom Gewinn ab… In bocca al lupo!

Und wenn Sie Italienisch lernen möchten, schauen Sie gleich hier: Italienisch online lernen

Möchten Sie weitere Redewendungen auf Italienisch lernen? Dann schauen Sie gleich hier: Dizionario dei modi di dire

Dieser Blogbeitrag wurde von der Deutsch- u. Italienischtrainerin Anna Novak geschrieben.