Silvester in Italien

Wollten Sie immer schon wissen, wie man Silvester in Italien feiert? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie!

Wie in Deutschland wird auch in Italien das Neujahr in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar gefeiert. Dafür trifft man sich bereits relativ früh am Abend, um gemeinsam zu essen und sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Wird Weihnachten eher im Kreise der Familie verbracht, feiert man Silvester meist mit Freunden. In Italien, wie auch in Deutschland, ist der 1. Januar ein Feiertag: die Feierlichkeiten können also bis spät in die Nacht andauern. Werfen wir nun einen Blick auf einige Traditionen, die mit diesem Tag verbunden sind.

ROTE UNTERWÄSCHE

Traditionell trägt man in Italien an Silvester rote Unterwäsche. Das soll Glück im neuen Jahr bringen. Sehr wichtig ist, dass man sich die rote Unterwäsche nicht selbst kauft, sondern sie geschenkt bekommt. Manche sagen auch, dass man diese am 31.12. falsch herum, und am 1.1. richtig herum tragen soll oder dass man diese am 1. Januar wegschmeißen sollte. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man in Italien an Silvester etwas Rotes trägt!

ESSBARE GLÜCKSBRINGER

An Silvester legt man in Italien besondere Sorgfalt auf die Zubereitung des “großen Neujahrs-Abendessen” (auf Italienisch: Cenone di Capodanno), das regional unterschiedlich sein kann. Typische Gerichte sind zum Beispiel:

  • Linsen, die wegen ihrer Form für Geld stehen. Früher war es zu Silvester in Italien üblich, sich einen mit Linsen gefüllten Geldbeutel zu schenken: Das sollte Reichtum bringen. Heute gibt es diesen Brauch nicht mehr, aber die Verbindung zwischen Linsen und Geld gibt es trotzdem noch;
  • Cotechino (gekochte Schweinswurst) oder Zampone (gefüllter Schweinefuß), denn Schweinefleisch stand in der Vergangenheit für Wohlstand;
  • Nüsse: In alten Zeiten nahm das Familienoberhaupt 12 Walnüsse und bedeckte sie mit Salz; am nächsten Tag zeigte die trockenste oder feuchteste Walnuss den Monat des neuen Jahres an, der der trockenste oder regenreichste sein würde.
  • Granatäpfel, ein Symbol der Fruchtbarkeit und des Glücks; 
  • Weintrauben, denn, wie ein altes Sprichwort behauptet Chi mangia l’uva per Capodanno conta i quattrini tutto l’anno” („Wer zu Neujahr Weintrauben isst, zählt das Geld das ganze Jahr lang“). Das kommt davon, dass Weintrauben, die noch im Winter geerntet werden, eine reiche Ernte voraussetzen. 

Weitere Glücksbringer sind zum Beispiel Chilischoten, auch wegen ihrer Form, die an das cornetto portafortuna (“Glückshorn”) erinnert, ein Gegenstand, der besonders in Süditalien zur Abwendung von Unheil verwendet wird.

FEUERWERK

Um Mitternacht ist Feuerwerk angesagt. Die “botti”, so die Tradition, dienen dazu, böse Geister zu vertreiben. Böller und Raketen werden aber nicht privat abgeschossen: in vielen Städten in Italien finden an Silvester Feuerwerke statt, die von der Verwaltung organisiert werden. 

 

 

 

 

 

ALTE DINGE WEGWERFEN

Um Unglück zu vertreiben, gibt es vor allem im Süden Italiens an Silvester den Brauch, alte Gegenstände aus dem Haus zu werfen, insbesondere Teller, Gläser, Vasen und Töpfe. Es geht darum, Altes loszuwerden, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich von allem zu verabschieden, was im Laufe des Jahres geschehen ist, um Platz für das Neue zu schaffen.

KONZERTE AUF DEN PLÄTZEN VIELER STÄDTE

Auf vielen Plätzen ganz Italiens finden große Konzerte statt, an denen berühmte Sängerinnen und Sänger teilnehmen und die teilweise auch im Fernsehen übertragen werden. Hier finden Sie den Countdown des letzten Jahres!

Dann bleibt uns nur noch, Ihnen “buon anno” zu wünschen!

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel gefallen hat. Kennen Sie noch andere Traditionen, die wir vergessen haben? Dann erzählen Sie uns doch in einem Kommentar davon 🙂

Falls Sie an einem Italienischkurs interessiert sein sollten (online oder in Wien), dann schreiben Sie uns einfach!