Der bestimmte Artikel im Italienischen

Der bestimmte Artikel im Italienischen

Wie funktioniert der bestimmte Artikel im Italienischen? in diesem Blogbeitrag finden Sie einen Überblick über die Besonderheiten des bestimmten Artikels im Italienischen.

Bestimmt haben Sie schon einmal gehört, wie sich Deutschlernende über die Artikel beschweren. Der, die, das, dem, den, der – wer soll sich da noch auskennen?

Da habe ich eine gute Nachricht für Sie: Im Italienischen ist das um einiges einfacher. Man braucht sich keine Sorgen um Fälle machen und kann auch getrost das Neutrum, also das Sächliche, außen vor lassen.

Im Italienischen gibt es nämlich nur weibliche und männliche Substantive (mit den dazugehörigen Artikeln), die nicht dekliniert werden.

Der bestimmte Artikel im Italienischen: Das Maskulinum

Der bekannteste männliche Artikel im Italienischen ist „il“. Sie sind sicher schon einmal im Urlaub oder im Eissalon bei Ihnen um die Ecke beispielsweise über „il gelato“ (das Eis) gestolpert. Diesen Artikel kann man auf die meisten männlichen Substantive anwenden.

Es heißt also z. B. auch: „il caffè“ (der Kaffee), „il mare“ (das Meer), „il sole“ (die Sonne), „il costume da bagno“ (der Badeanzug) oder „il tiramisù“ (das Tiramisu).

Allerdings gilt diese Regel nicht, wenn das Substantiv mit einem Selbstlaut, also a, e, i, o oder u beginnt. In diesem Fall verwendet man den Artikel „l‘“. Daher lautet es nicht „il amico“, sondern „l’amico“ (der Freund).

Analog heißt es dann auch „l’asciugamano“ (das Handtuch), „l‘elastico“ (das Haargummi), „l’ingresso“ (Eingang), „l’ombrellone“ (der Sonnenschirm) und „l’uomo“ (der Mann).

Mit dieser Ausnahme ist es aber leider erst halb geschafft. Eine weitere gibt es noch, nämlich Substantive, die mit s+Konsonant, gn, ps oder z beginnen. Diese bekommen als Artikel „lo“. Daher heißt es „lo spuntino“ (der Imbiss), „lo gnocco“ (Einzahl der Gnocchi), „lo psicologo (der Psychologe) oder auch „lo zucchero“ (der Zucker).

Wie gesagt, muss man sich im Italienischen nicht mit Fällen den Kopf zerbrechen.

Der bestimmte Artikel: Die Pluralform

Einen Plural gibt allerdings schon. Hat das Substantiv im Singular den Artikel „il“, so bekommt es im Plural ein „i“.

Wenn einem also ein „gelato“ nicht reicht, dann braucht man „i gelati“.

Hat das Substantiv im Singular ein „l‘“ oder ein „lo“ als Artikel, so bekommt es im Plural ein „gli“ – gesellige Menschen treffen sich dann nicht nur mit einem „amico“, sondern mit „gli amici“, und wer nicht verhungern möchte, sollte dann wohl eher „gli gnocchi“ bestellen, anstatt nur einen „gnocco“.

Der bestimmte Artikel: Das Femininum

Die weiblichen Substantive im Italienischen bereiten da weniger Schwierigkeiten als die männlichen. Der übliche weibliche Artikel ist „la“, wie bei „la spiaggia“ (der Strand), „la sabbia“ (der Sand) oder „la pizza“ (die Pizza).

Wie bei den männlichen Substantiven gilt auch hier die Regel mit dem Vokal, also dem Selbstlaut am Anfang des Wortes. So heißt es dann beispielsweise „l’amica“ (die Freundin), „l’enoteca“ (die Weinhandlung), „l’Italia“ (Italien), „l’osteria“ (das Wirtshaus) oder „l’uscita“ (der Ausgang). Das war es dann auch schon im Singular.

Die Pluralform

Im Plural bekommen alle weiblichen Substantive „le“ als Artikel. So sieht man in Italien nicht nur eine, sondern viele Pizzen, also „le pizze“ oder man trifft sich mit mehreren Freundinnen zum Baden, also „le amiche“.

Zusammenfassend

Das mag zwar nach sehr vielen Regeln klingen, ist aber eigentlich recht übersichtlich:

Der bestimmte Artikel im Italienischen

Also keine Angst vor den Artikeln und auf zu „i gelati“ und „le pizze“ gemeinsam mit „gli amici“!

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